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Banken und Geld

Zahlungsmoral sinkt - Zahl der Insolvenzen steigt

14. November 2003
Zahlungsmoral sinkt
Zahlungsmoral sinkt
Die Zahlungsmoral in Deutschland sinkt; Firmen und Privatleute lassen sich beim Zahlen offener Rechnungen immer mehr Zeit. Nach einer Studie eines Frankfurter Wirtschaftsinformationsdienstleisters ist der durchschnittliche Zahlungsverzug in den vergangenen zwei Jahren von rund acht Tagen auf mehr als 15 Tage gestiegen.

Besonders heftig trifft die sinkende Zahlungsmoral das Baugewerbe bundesweit: Sowohl öffentliche als auch private Auftraggeber zahlen häufig nicht innerhalb den vereinbarten Fristen. Zudem wird vor allem im Eigenheimbau, aufgrund tatsächlicher oder vermeintlicher Mängel, immer häufiger Geld zurückgehalten. Dadurch, dass dieser Vorgang häufig in einem Vergleich beider Parteien endet muss der Unternehmer auf einen Teil des Geldes verzichten - in Zeiten eines harten Wettbewerbs meist der einkalkulierte Gewinn.

Eine schlechte Zahlungsmoral und schleppende Rechnungseingänge sind mitunter Hauptgründe für die steigende Zahl der Firmenpleiten und bundesweiten Insolvenzen.
In Zeiten schlechter Liquidität und mangelhafter Finanzplanung seitens der Unternehmensführung, werden schleppende Zahlungseingänge schnell zu einem großen Problem: fehlt eine umfassende Liquiditätsplanung, kommt es zu "überraschenden" Engpässen, auf die Banken immer restriktiver reagieren. Doch angesichts der anstehenden neue Kreditvergaberichtlinien ("Basel II") bleibt den Geldhäusern häufig aber kaum eine andere Wahl.

Daher sollten Firmen mit ständig aktualisierten Umsatz- und Liquiditätszahlen auch gegenüber ihrer Hausbank arbeiten. Wird ein offener Umgang gepflegt, ist auch in Krisenzeiten die Chance höher, dass der "Geldhahn nicht zugedreht wird".




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